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Erlebnisbericht vom Wochenendseminar 2007 am Werbellinsee 
von Paul Redel
Das Wochenende am 21. und 22. September am Werbellinsee war in verschiedener Hinsicht eine spannende Angelegenheit.
Zu einem bot das Treffen für mich die Gelegenheit einmal den Ort näher kennen zu lernen, an dem seit 17 Jahren das ABB-Integrationsprojekt Erlebnisfreizeiten für vier Wochen in den Sommerferien stattfindet. In jeweils 2 Durchgängen werden dann rund 230 bis 240 Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung von ungefähr 100 ehrenamtlichen Helfern betreut.
Jetzt aber ruhte der Ort während der beiden Veranstaltungstage in herbstlicher Stille und bot sich deshalb besonders an als Austragungsort für den Auftakt der insgesamt dreijährigen Veranstaltungsreihe zur Förderung von Rechtskenntnissen und Stärkung der Selbsthilfekräfte von Menschen mit Behinderungen, ihren Angehörigen und Betreuern.
Dieser Bildungszyklus zu den Themen
"Keine Angst vor dem Sozialgericht! - als behinderter Mensch selbst seine Rechte wahrnehmen"
oder alternativ
„Wonach richtet sich der Grad der Behinderung? – Ablauf und Fehlerquellen bei der Feststellung einer Schwerbehinderung“
wird durch die Aktion Mensch e.V. gefördert und soll in 13 verschiedenen Landesregionen bei unseren Mitgliedsvereinen stattfinden. Eingeladen sind dann auch Betroffene außerhalb unserer Verbandsstrukturen, die ggf. dadurch unseren Verein vor Ort etwas näher kennen lernen.
Insofern war das Wochenendseminar mit Verbandsaktivsten aus Mitgliedsvereinen ein gelungener Auftakt.
Durch verschiedene Methoden und anschauliche Beispiele gelang es den beiden Referenten, Rita Hennrich, ehrenamtliche Richterin am Sozialgericht Cottbus, und RA Dr. Stephan Faust, Sozialberater des ABB, das inhaltlich und zeitlich sehr anspruchvolle Programm interessant und erlebnisreich zu gestalten.
So bleibt Vielen der Fall vom Studenten, der seinen Bafög-Antrag erfolgreich auf einem Bierdeckel stellte, um die ablaufende Frist noch rechtzeitig einhalten zu können, als Beispiel für die Einhaltung von Fristen und die Form(losigkeit) von Anträgen in Erinnerung.
Zum anderen ergab sich am Abend und in den Seminarpausen die Gelegenheit zu Gesprächen mit bereits bekannten und auch neuen Aktiven aus den ABB-Mitgliedsvereinen.
Besondere Verdienste um den gemütlichen Programmteil erwarb sich dabei das Ehrpaar Lauterbach, dass kulinarisch durch die Vor- und Zubereitung des Grillgutes glänzte und kulturell durch eine Powerpointpräsentation spektakulärer Bilder aus ihrem Norwegenurlaub am Abend für Unterhaltung sorgte.
Als bereits legendär kam mir auch das inoffizielle Unterhaltungsprogramm von Andrea Peisker und Stephan Faust zu Ohren, von dem ich mir das erste Mal ein eigenes Bild machen konnte.
In kleiner Runde am späteren Abend zelebrierten die Beiden in kabarettistischer Manier ein wechselseitiges Sprachgefecht bestehend aus Wortwitz und Schlagfertigkeit. Möglicherweise wird dieser Auftritt beim nächsten Mal in das offizielle Veranstaltungsprogramm aufgenommen.
Am Samstag endete die Veranstaltung nach dem Mittagessen.
Die insgesamt fast 40 Teilnehmer verließen die Europäische Jugenderholungs- und Begegnungsstätte (EJB) am Werbellinsee mit neu erworbenem Wissen im Sozialrecht und neuen Erlebnisse in trauter Runde.



